Filth Is Eternal – Love Is A Lie, Filth Is Eternal

| 24. August 2021 | 0 Comments
Filth Is Eternal

(c) Filth Is Eternal

Neuer Name, neuer Elan: Aus Fucked And Bound wird Filth Is Eternal. Das Quartett aus Seattle um Stimmband-Wunder Lisa Mungo wagt einen kleinen Neustart und erhöht mal eben die Schlagzahl. Nach der Neuauflage ihres Debütalbums aus dem vergangenen Jahr setzt es nun die nächste Wutprobe. „Love Is A Lie, Filth Is Eternal“ drückt gleich zwölf Songs in knapp 20 Minuten durch und lässt den Hardcore-Punk-Sound noch eine Spur dynamischer und dreckiger erklingen.

Und genau das passiert von den ersten Tönen des Openers „On The Rake“ weg. Die Gitarren wirken noch quengeliger und schroffer, die Rhythmusabteilung zerlegt sich in bester Trap Them-Manier selbst, zudem brüllt und schreit Mungo mit Elan. Das folgende „The Chain“ erhöht den Crust-Faktor ein wenig und deutet so etwas wie Gesang an, während „Deeper Void“ um bleierne Schwere bemüht ist. Filth Is Eternal bringen mehr Sludge in den Mix mit Donnerhall und erhobenem Mittelfinger. Das unterhält und harmoniert überraschend gut mit den Punk-Anteilen, wie post-melodisches Bollwerk der verstörenden Art.

Das abschließende „Filth Is Eternal“ bemüht ausnahmsweise die Überlänge, was beim US-Quartett gut vier Minuten Spielzeit bedeutet. Der Track wirkt deutlich schwerfälliger und entschleunigt, treibt die Sludge-Anteile auf die Spitze, lässt zudem scharfkantigen Noise zu. Nach und nach spielen sich Filth Is Eternal in eine Art Rausch, wirken dabei oberflächlich statisch und verlassen ihr gemächliches Tempo zu keiner Zeit. Auch das kann auf überaus wohlige Weise an die Substanz gehen. Der kleine Bruder dieses Mammuts heißt „Private Room“ und frühstückt das Konzept in der halben Zeit ab – etwas rifflastiger und manischer, aber mindestens so gut.

Mehr Punk, mehr Sludge, mehr Abwechslung: Filth Is Eternal stellen sich in vielerlei Hinsicht neu auf, ignorieren dabei keineswegs ihre Hardcore-Wurzeln. Entsprechend vielfältig und dynamisch gestaltet sich „Love Is A Lie, Filth Is Eternal“, das in aller Kürze wirklich alles sagt. Nach knapp 20 Minuten tropft der Schweiß von der Decke, der Finger wandert zur Repeat-Taste. Das Quartett aus Seattle räumt erneut auf ganzer Linie ab.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 27.08.2021
Erhältlich über: Church Road Records

Facebook: www.facebook.com/filthiseternal

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Category: Magazin, Reviews

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