Slaughter Messiah – Cursed To The Pyre

| 19. Februar 2020 | 0 Comments
Slaughter Messiah

(c) High Roller Records

Im vergangenen Jahrzehnt konnten sich Slaughter Messiah Schritt für Schritt als eine Art Underground-Geheimtipp festsetzen. Mehrere Demos und Kleinformate verbreiteten den ranzigen Death-Thrash-Sound der Belgier. Nunmehr mit einem Plattenvertrag ausgestattet, steht das Debütalbum „Cursed To The Pyre“ in den Startlöchern. Auch hier setzt es die mittlerweile vertraute Aggression sowie eine gesunde Portion an Blackened-Nebenschauplätzen.

Der ruppige Rundumschlag setzt eindrucksvolle Kräfte frei. Es dauert in etwa 45 Sekunden, bis das eröffnende „From The Tomb Into The Void“ in die Gänge kommt. Ab dann gibt es keinen Blick zurück, kein Halten mehr, nur noch wütendes, wuchtiges Voranpreschen mit roher Aggression. Verkrusteter Dreck, spitze Schreie und grummelnde Extreme geben sich die Klinke in die Hand. „Mutilated By Depths“ dehnt dieses Konzept schließlich auf sechs Minuten aus. Kleinere Zäsuren mit muffigem Groove bieten kurzfristige Erholung, schon läuft die nächste Attacke.

So entwickelt sich schließlich eine bissige Wuchtbrumme mit geschickt gesetzten Variationen. „Pyre“ stimmt ein weiteres überlanges Intro an, das sogar einen Hauch Harmonie andeutet, nur um in weiterer Folge das Gaspedal noch stärker durchzudrücken. Zur Mitte nehmen die Belgier melodische Einschübe, kurzfristige Entschleunigung sowie ein ausgedehntes Gitarrensolo mit – eben alles für ein wenig Abwechslung, wie auch im mit einer Art Toxic Waltz versehenen „Fog Of The Malevolent Sore“ oder dem stellenweise tiefschwarzen, mit Oathbreaker flirtenden „Hideous Affliction“.

Echte Standouts fehlen, selbst angesichts milder Varianz, weswegen die acht Tracks mit der Zeit ineinanderfließen. Macht aber nichts, denn wer abgefuckten Old-School-Klängen lauschen möchte, liegt bei Slaughter Messiah absolut richtig. Ihr „Cursed To The Pyre“ ist im besten Sinne hässlich und abstoßend geworden, ein kleiner Leckerbissen puristischer Hasskunst. Manchmal muss es eben einfach dreckig sein.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 21.02.2020
Erhältlich über: High Roller Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/slaughtermessiah

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Category: Magazin, Reviews

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