SxWxP – Trans Am Jams

| 2. Dezember 2019 | 0 Comments
SxWxP

(c) SxWxP

Vor ca. 20 Jahren war Dave „Sailor“ Bryant Frontmann der Hardcore-Punk-Band My Own Victim, die Mitte der 90er mehrere Album über Century Media veröffentlichten, sowie des Nachfolgers Surviving Thalia. Der Veteran aus Louisville, Kentucky war auch in den letzten Jahren alles andere als untätig und mischte vor allem die lokale Szene auf. Seine neueste Band, SxWxP, platziert sich irgendwo zwischen Hard Rock und Heavy Metal, von bekömmlichen Southern-Einflüssen begleitet. „Trans Am Jams“ ist ihr Debütalbum.

Der verschwitzte, dreckige und doch mitreißende Sweet-Spot zwischen den Welten bringt so manches Powerhouse hervor. Nach einem kurzen Intro lässt „Rising Tides“ die Muskeln spielen. Die rohe Produktion passt zum kompromisslosen Sound, dazu heult, röhrt und brüllt Bryant mit wachsender Begeisterung. Nicht zum letzten Mal werden Erinnerungen an Mustasch und Motorjesus wach. „Closing Time“ baut sogleich deutlich mehr Druck auf, wirkt fies und unnahbar. Die zusätzliche Betonung der metallischen Seite des Quartetts kommt gut und wirkt gallig.

Was SxWxP allerdings auch beherrschen, ist gemächliche Intensität. So lässt „Drink Till I Die“ beispielsweise Vergleiche mit Down zu. Angenehme Reduktion, Southern-Grooves und süffiger Dauerdruck punkten durch schiere Intensität und kurzweilige Power, das obligatorische Gitarrensolo rundet das Geschehen entsprechend ab. „I Tried“ bleibt ebenfalls hängen. Hier findet sich das US-Quartett zwischen den Stühlen und lässt typische Southern-Rock-Harmonien auf proto-metallische Riffs treffen – simpel, aber unheimlich kraftvoll.

Klar, „Trans Am Jams“ beackert vertraute Felder mit wachsender Begeisterung und macht einen großen Bogen um etwaige Überraschungen. Mehr braucht es aber auch nicht, denn die rohe Energie und die greifbare Lust an harten Riffs alleine unterhalten im besten Sinne. SxWxP debütieren mit einem vertrauten, packenden Mix und durch die Bank richtig starken Songs. Diese Newcomer mit alten Hasen haben etwas Aufmerksamkeit mehr als verdient.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 06.12.2019
Erhältlich über: Eigenvertrieb

Website: sxwxp.bandcamp.com
Facebook: www.facebook.com/ThatSxWxP

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Category: Magazin, Reviews

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