Beastmaker – Lusus Naturae

| 25. März 2016 | 0 Comments
Beastmaker

(c) Rise Above Records

Bereits 2006 hatte Trevor William Church die Idee für einen musikalischen Gegentrend: Rockmusik der klassischen Art, düster und okkult, noch dazu vollkommen in Eigenregie und ohne äußere Einflüsse aufgenommen. Bis der Sänger und Gitarrist sein Projekt Beastmaker am Start hatte, sollten stolze acht weitere Jahre vergehen. Dass Rise Above bei dieser doomigen Ursuppe zugreift, überrascht kaum: „Lusus Naturae“, der Einstand des Trio aus Fresno, Kalifornien, zitiert Wichfinder, Pentagram und Black Sabbath mit wachsender Begeisterung.

Eine geschmackvolle Dreiviertelstunde mit kräftigen 70s-Referenzen steht bevor, herrlich ursprünglich und urgewaltig vorgetragen. Church trägt seine zwölf Mini-Messen mit leuchtender Inbrunst und melodischer Energie vor – vielleicht keine einprägsame Stimme, wohl aber zweckdienlich und gut für diese Songs geeignet. Besagte Tracks pendeln zwischen schwärzester Finsternis und süffigem Charme. „Clouds In The Sky“, der Opener, vertritt erstere Kategorie. Mit pointierter Limitierung und Besinnung auf das Wesentliche geben sich Unaufälligkeit und Eingängigkeit die Klinke in die Hand.

Dranbleiben ist angesagt, denn danach wird es deutlich spannender. Bereits „Eyes Are Watching“ zeigt deutlich mehr Power und Elan, markiert den Auftakt einer Serie guter Songs mit zahlreichen kleinen Höhenpunkten. Da wäre beispielsweise das fiese, riffgeschwängerte „Mask Of Satan“ mit bedrohlicher Energie oder der süffige, deutlich an jüngere Sabbath-Werke erinnernde Midtempo-Groover „Skin Crawler“. Mit „You Must Sin“ wagen sich Beastmasker nochmals in zähe Doom-Gefilde und lassen sich selbst vom scheppernden Schlagzeug nicht ablenken – eine unterhaltsame, geschmackvoll bedrückende Grenzerfahrung.

Auch wenn die autarke Produktionsweise in seltenen Momenten auf die Soundqualität drückt, so hat Trevor William Church letztlich vieles richtig gemacht. Sieht man vom etwas matten Opener ab, macht „Lusus Naturae“ von vorne bis hinten Laune. Authentisch und doch eigenständig wird die doomige Idee der ersten Generation eingefangen, recycelt und mit eigenen, jüngeren Erkenntnissen vermischt. Das mag nicht gerade originell sein, unterhält aber durchgehend. Mehr braucht es nicht.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 25.03.2016
Erhältlich über: Rise Above Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/Beastmaker

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Category: Magazin, Reviews

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