Man The Machetes – Av Nag

| 25. August 2015 | 0 Comments
Man The Machetes

(c) Indie Recordings

Der Startschuss „Idiokrati“ brachte Man The Machetes verdientermaßen ins Vorprogramm der musikalischen Verwandtschaft Gallows und Kvelertak. Irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Rock’n’Roll bringt der norwegische Fünfer jede Party zum Kochen, jeden Club zum Austicken. „Av Nag“ knüpft nahtlos an diese erste kantige Welle an und hegt den titelgebenden Groll in unter einer halben Stunde im Rahmen der aktuellen „HardFall“-Kampagne von Indie Recordings.

Überraschungen werden überbewertet, und somit lärmen sich die Norweger durch neun knackige Tracks mit bewährten Trademarks. Vielleicht sind Man The Machetes eine Spur wütender und somit gefährlicher geworden. Gerade Christopher Iversen brüllt seine Meute noch furioser voran, windet sich vor Schmerzen und entlockt der norwegischen Sprache eine ungeahnte Form anarchischer Hässlichkeit, die man eher im Black Metal verorten würde. „Adjø Artemis“, „De Sier Nei!“ und „Til Døden Samler Oss“ heißen die Hits – knapp gehaltene Wuchtbrummen mit klassischen Rockriffs, unorthodoxer Hardcore-Energie und metallischem Unterbau.

Nach Experimenten darf man freilich nicht suchen, auch wenn der Rausschmeißer „Bak Det Perfekte“ selbst für Bandverhältnisse ungemein nach vorne geht, sogar die großen Landleute Turbonegro zum Pogo einlädt. „Av Nag“ ist eine wütende, halbstündige Party, die sämtliche Qualitäten des Debüts aufgreift und sich dabei zu keiner Zeit wiederholt. Klar ist die Platte viel zu kurz, klar fehlt die Abwechslung, doch bei so viel Leidenschaft, Energie und Explosivität muss man zugreifen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 04.09.2015
Erhätlich über: Indie Recordings (Soulfood Music)

Website: www.manthemachetes.com
Facebook: www.facebook.com/ManTheMachetes

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Category: Magazin, Reviews

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