Alkaline Trio – Agony & Irony

| 10. Juli 2008 | 0 Comments

Alkaline Trio

Wie konntet ihr nur, Alkaline Trio? Frustriert beackerten Die-Hard-Fans weltweit das offizielle Forum, als der Wechsel der drei Amerikaner in Richtung Majorlabel bekannt wurde – gerade in der Heimat, wo man bei Epic unter Vertrag steht. Hierzulande gibt es mit V2 / Cooperative zumindest Indie-Schick zu einem gewissen Teil. Tragisch ist allerdings, dass diese unsinnige Debatte die Musik vergessen lässt. Das neue Album „Agony & Irony“ ist alles andere als ein Sellout. Viel mehr schreitet es konsequent weiter in die richtige Richtung.

Der Weg von „Crimson“ wird fortgesetzt, man bewegt sich noch stärker in eine melodische Richtung mit großen Hooks und einer Unmenge Feelgood. Letzteres findet sich allerdings nur musikalisch wieder, denn wie das für AK3 nun mal üblich ist, sind die Texte voll von Ängsten verschiedenster Art. „Teenage Angst“ fällt immer wieder im Rahmen des Trios aus Chicago. Dabei trügen die Arrangements doch so. Der Opener „Calling All Skeletons“ ist eine ausladend arrangierte Wahnsinnstat, mit „Over And Out“ hat man sogar einen Angriff auf Jimmy Eat World parat.

Dennoch verblassen die Riffs neben den bedrückenden Texten. Da hilft es auch nichts, wenn mehr und mehr Rock Einzug hält, die zwei Gesichter von Alkaline Trio lassen sich nicht verhehlen. Anders ist es auch kaum erklärbar, dass Songtitel wie „Live Young, Die Fast“ und „Love Love, Kiss Kiss“ direkt aufeinander folgen. „Agony & Irony“ wirkt durch ähnliche Instanzen gewogen selbstironisch, ist AK3 durch und durch. Die große Evolution bleibt aus wie auch der Sellout. Stagnation auf gutem Niveau.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 04.07.2008
Erhältlich über: V2 Records / Cooperative Music (Universal Music)

Website: www.alkalinetrio.com
Facebook: www.facebook.com/alkalinetrio

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Category: Magazin, Reviews

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