Suplecs – Hymns Under A Blood Moon Sky

| 17. Februar 2026 | 0 Comments
Suplecs

(c) Suplecs / Ripple Music

Mit der Regelmäßigkeit haben es Suplecs nicht so. Seit ihrer Gründung vor mittlerweile 30 Jahren veröffentlichte das nach wie vor in Originalbesetzung operierende Trio aus New Orleans vier Alben und zwei EPs, zuletzt 2011. Ganz von der Bildfläche war man aber nicht verschwunden, spielte zumindest das jährliche Mardi-Gras-Konzert (2025 wurde der 25. Geburtstag gefeiert). Warum es nun also mit der etatmäßigen Mischung aus Stoner Rock und Doom Metal weitergeht? Eigentlich auch egal: „Hymns Under A Blood Moon Sky“ schlägt mit beneidenswerter Präzision zu.

Der Opener mag zwar „Got Nothing“ heißen, doch hat das Trio nach all der Zeit knapp 50 Minuten im Gepäck – mehr als genug, um vollends abzuräumen. Der vergleichsweise kurze Auftakt geht ordentlich nach vorne, spielt mit vertrauten Proto-Doom-Klängen und haut ein mächtiges Riff nach dem nächsten raus. Gewohnt energische, wütende Vocals mutieren zum Motor, der lange Solo-Teil geht ebenfalls klar. Am anderen Albumende mag es „Heartless Bodies“ ebenfalls kurz und relativ bündig, geht fieberhaft nach vorne und schraubt das Tempo zwischenzeitlich ordentlich nach oben. Dieser dezent angepunkte und doch stets herrlich süffige Mix macht absolut Laune.

„Damn These Pills“ ist wohl das krasse Gegenstück, an doomiger Schwerfälligkeit kaum zu überbieten. Gemeinsam mit dem obligatorischen NOLA-Einschlag, der an die Heavyness von Down und Crowbar erinnert (ohne deren Aggression mitzunehmen), entsteht ein angenehm zermürbender Sechsminüter, der wieder und wieder überrollt. Nach dem einzigen echten Durchhänger dieser Platte, „Old Spanish Trail“ (ein ellenlanges Instrumental mit Americana-Einschlag), kommt das doppelt gut. Mehr davon serviert die mit Sludge-Intensität versehene Wuchtbrumme „Forest Of Fire“ und das wunderbar abgehangene, zwischenzeitlich wüst nach vorne gehende „No Apologies“.

Keine großen Überraschungen, dafür (fast) durchgehend mächtige Songs: Suplecs liefern Dienst am Fan und decken alles ab, was man sich aus dem rifflastigen Stoner-Doom-Sektor erwartet – mal schneller und wütender, dann wieder drückend und schwerfällig. „Hymns Under A Blood Moon Sky“ setzt auf die absolute NOLA-Essenz, wirkt dabei angenehm spontan, ungekünstelt und aus dem Bauch heraus, als hätte man einfach ein paar Jams gezockt und daraus kurzweilige Songs gezimmert. Absolute Urgesteine liefern einmal mehr ab: Diese viel zu selten gewordene Suplecs-Audienz ist ein kleines Gustostückerl.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 20.02.2026
Erhältlich über: Ripple Music (Bertus)

Facebook: www.facebook.com/people/SUPLECS/100063769833972

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Category: Magazin, Reviews

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