Hidas – A Sense Of Impending Doom

| 22. Januar 2026 | 0 Comments
Hidas

(c) Marie Lehmann

Im Frühjahr 2023 gegründet, ein halbes Jahr später bereits das erste Album am Start, zudem eine packende Präsenz auf der Bühne: Hidas mag es als Band zwar noch nicht lange geben, doch spielten die drei Münchner zuvor bereits in diversen anderen Bands zusammen. Diese Erfahrung und Eingespieltheit nahmen sie in ihren neuen, rein instrumental operierenden Schauplatz mit. Nach dem Auftakt zwischen Stoner Rock und Doom Metal schlug Tonzonen Records zu, wo nun das deutlich härtere, finstere „A Sense Of Impending Doom“ erscheint.

Gänzlich verabschiedet sich das Trio aber nicht von Stoner-Klängen, zumindest im anfänglichen „Dynger“. Das wirkt angenehm verkopft, ein wenig neben der Spur, drückend und abgehangen. Zugleich lässt sich der Hang zur Heavyness in diesem fast rifflastigen, psychedelisch angehauchten Track bereits deutlich nahvollziehen. „Splinter“ schraubt das Tempo im Anschluss in die Höhe, immer noch schwerfällig und doch giftig, brutal. Slayer-Squeals tauchen in der zweiten Hälfte auf, doch statt Thrash-Husarenritt konzentriert man sich auf giftigen, abgefuckten Groove der betont dissonanten Sorte.

Jeder Track dieses Zweitlings macht für sich Laune – wie „The Riddle“, laut Band die eigene Version von True Metal. Hymnisches Stampfen trifft auf gewohnte Intensität für einen grandiosen Spagat. Davon hält beispielsweise der Titelsong „ASOID“ wenig und gibt sich der vollkommenen Entschleunigung hin. Hidas scheinen sich kaum aus der Schwere des Seins befreien zu können und arbeiten mit krachender, zermürbender Kompromisslosigkeit. Diese kennt auch „Vakuum“, das mit puristischer Black-Metal-Energie loslegt, das Drumkit verprügelt, und doch immer wieder zu beklemmender Schwere zurückfindet. Über elf Minuten dauert diese wahnwitzige, begeisternde Achterbahnfahrt.

Mit ihren monolithischen Giganten machen Hidas sympathischen Druck und erschöpfen zugleich sämtliche Sinne auf erstaunlich präzise Weise. Die zunehmende Heavyness und Düsternis steht dem bayerischen Trio prima zu Gesicht, der erschüttende Klangwall strengt im besten Sinne an. Zugleich gibt sich „A Sense Of Impending Doom“ erstaunlich vielschichtig, hat die eine oder andere kantige Überraschung im Gepäck und setzt zugleich seinen ominösen, die unvermeidbare Katastrophe heraufbeschwörenden Titel gekonnt in Szene. Faulige Intensität und schroffe, gemächliche Explosivität trägt Hidas zu einem mehr als packenden Geheimtipp.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 23.01.2026
Erhältlich über: Tonzonen Records (Cargo Records)

Facebook: www.facebook.com/hidasdoom

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Category: Magazin, Reviews

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