Silius – Hell Awakening

| 1. September 2017 | 0 Comments
Silius

(c) Massacre Records

Metalchamp-Sieger, Wacken-Metal-Battle-Gewinner und jetzt das Debütalbum: Nur vier Jahre nach ihrer Gründung rasen Silius weiterhin die Karriereleiter im Eilzugstempo nach oben. Das Quintett aus Landeck im Tiroler Oberinntal hat ein hörbares Faible für Thrash Metal der klassischen Bay-Area-Schule, gespickt mit mächtigen Pantera-Einflüssen. Von Mystic Prophecy-Frontmann R.D. Liapakis produziert, steht nun die erste Platte „Hell Awakening“ in den Startlöchern.

Die Idee hinter dem Albumtitel ist so klassisch wie ihr Sound: Metal ist alles, nur nicht tot. In 44 packenden Minuten zelebrieren Silius die brachiale, stellenweise durchaus rockige Seite der alten Thrash-Granden. Der mit einem Video versehene Opener „Seven Demons“ stellt die Tiroler recht gut vor, beißt sich in drei weitestgehend atemlosen Minuten kompromisslos nach vorne und überrascht mit einem halb gesungenen, angepissten Refrain. Begleitet von präziser Riff- und Rhythmusarbeit sowie einem herrlichem Solo, stimmt hier alles.

Selbst die etwas längeren, episch angehauchten Tracks funktionieren gut, offenbaren aber zugleich eine kleine Schwäche. Übergänge sind nicht unbedingt die Stärke des Quintetts. „Kingdom Of Betrayal“ erzeugt mit seiner unorthodoxen Atmosphäre verdiente Aufmerksamkeit, die einzelnen Parts wirken aber etwas lieblos aneinandergepappt. Letztlich stört das aber nur bedingt, denn zwischen dem mit einem kleinen Machine Head-Riff ausgestatteten „Joy And Pain“, dem mächtigen „Immortalize“ und dem leicht vertrackten „Sick And Tired“ unterhalten Silius durchaus.

Ein paar Kinderkrankheiten lassen sich nicht verleugnen – neben den bereits angesprochenen Übergängen hinken „Invictus“ und „Tool Of Destruction“ mit ihren düsteren Gehversuchen ein wenig hinterher -, kurzweilig ist dieses Debüt aber allemal geworden. Silius nehmen ihre Live-Energie gut auf Konserve mit und packen den einen oder anderen Wellenbrecher aus. Wer seinen Thrash Metal rau, räudig und traditionell mag, dürfte an diesem Einstand aus heimischen Landen seine helle Freude haben.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 01.09.2017
Erhältlich über: Massacre Records (Soulfood Music)

Website: www.silius.at
Facebook: www.facebook.com/Siliusband

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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