Aborted – The Necrotic Manifesto

| 22. April 2014 | 0 Comments

Aborted

Das Todeskommando rückt wieder aus: Etwas über zwei Jahre nach dem bockstarken „Global Flatline“ legen Aborted nach. Die mittlerweile zum Quintett angewachsenen Belgier knüpfen nahtlos an den rasanten Vorgänger an mit einer mächtigen Portion Deathgrind, Gore und vergleichsweise traditionellen Klängen, gepaart mit einer weiteren mächtigen Jacob Hansen-Produktion und gewohnt bissigem, blutigen Humor. Kurzum: „The Necrotic Manifesto“ entdeckt neue Wege, um zu töten.

Dynamik und Brutalität stehen auch dieses Mal an erster Stelle, natürlich von einem gewohnt monumentalen Instrumental („Six Feet Of Foreplay“) eingeleitet. Mit dem Einsetzen der ersten Note von „The Extirpation Agenda“ regiert schließlich das geordnete Chaos.  So technisch anspruchsvoll die ersten Sekunden auch klingen, dahinter gehen Aborted ihren gewohnten Weg weiter, und der ist ultraschnell, ultrahart, dazu verdammt steinig. „Necrotic Manifesto“ baut im Anschluss erste Groovepassagen sowie ein melodisches Gitarrensolo ein und legt damit den Grundstein für eine – für Genre-Verhältnisse – überaus abwechslungsreiche Platte.

Zwei Gäste haben sich auch auf diesem Album eingefunden, wenngleich die Beiträge weitestgehend unspektakulär ausfallen. Vincent Bennett von The Acacia Strain verleiht „Your Entitlement Means Nothing“ einen dezent modernen Anstrich, während Phlegeton von Wormed „Excremental Veracity“ noch eine Spur ranziger klingen lässt. Hängen bleiben vor allem jene Momente, in denen Aborted das Tempo rausnehmen (der Psychoterror von „Die Verzweiflung“ wird dem Songtitel gerecht) oder auf ausladende Melodik setzen (das abschließende „Cenobites“ zählt zu den abwechslungsreichsten, anspruchsvollsten Songs im Backkatalog der Belgier).

Unterm Strich zerlegen Aborted auf „The Necrotic Manifesto“ 43 Minuten lang alles, was nicht bei Drei… egal wo ist. Die Belgier nehmen alles auf den höchsten Ebenen und tief unter der Erde mit, abermals ohne Rücksicht auf Verluste, abermals bitterböse mit einer gesunden Dosis Zynismus versehen, und knüpfen locker an das starke „Global Flatline“ an. Für die diversen Versionen (CD, Vinyl, digital) covert man unter anderem Suffocation, Converge und Sepultura, dazu liegt der limitierten Auflage ein eigenes Kartenspiel bei.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 25.04.2014
Erhätlich über: Century Media (Universal Music)

Website: www.goremageddon.be
Facebook: www.facebook.com/abortedofficial

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Category: Magazin, Reviews

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