Blood Red Throne – Siltskin

| 3. Dezember 2025 | 0 Comments
Blood Red Throne

(c) Michal Dudulewicz (Bang Your Head Live Photography)

Über Blood Red Throne muss man keine großen Worte verlieren. Die norwegischen Death-Metal-Veteranen bestehen seit 1998, geizen keinesfalls mit neuem Material und packen wieder und wieder den imaginären Dampfhammer aus. Selbst der Sängerwechsel beim Vorgänger, als Sindre Wathne Johnsen (u. a. Celestial Scourge) übernahm, klappte bestens. Ihr zwölftes Studioalbum heißt „Siltskin“ und gibt sich so brutal, roh und kompromisslos wie eh und je.

Der Opener trägt den vielsagenden Titel „Scraping Out The Cartilage“ und macht binnen Sekunden klar, dass sich bei den Nordlichtern rein gar nichts geändert hat. Das ist auch gut so, denn der dreckige Stomper mit gutturalen Growls, nahezu groovender Brutalität und dezent melodischen Elementen brennt sich binnen Sekunden ein. Ein ähnliches Kaliber, wenngleich deutlich rasanter, ist „Vestigial Remnants“. Johnsen klingt so giftig und heiser wie immer, das geschickt variierende Tempo verleiht dem Track eine gewisse Unberechenbarkeit, nur um mittendrin von einem angriffslustigen Solo zerlegt zu werden.

In dieser Form kann es weiter gehen: Der gemächliche Auftakt von „On These Bones“ täuscht ein wenig, denn schnell legt sich der imaginäre Schalter um und legt einen der wütendsten Songs dieser Platte offen. Es geht fast durchgehend nur nach vorne, in unnachahmlicher Urgewalt und mit einem weiteren verspielten Solo angereichert. „Husk In The Grain“ packt hinsichtlich Speed sogar noch einen drauf, kehrt komplett ins Brutal-Death-Umfeld zurück und lässt sogar den Bass grollen. Abermals brennen sich die kleinen, aber feinen Variationen im Mittelteil ein. Schließlich macht das überlange „Marrow Of The Earth“ das imaginäre Licht aus und packt alles, was Blood Red Throne ausmacht, in einen Track.

Klar, das liest sich nicht gerade übermäßig spektakulär, macht aber von der ersten bis zur letzten Sekunde Laune. Nach 27 Jahren wissen die Norweger, wie der Hase läuft, und toben sich auf unnachahmliche Art aus. „Siltskin“ ist der erwartungsgemäße Hassbatzen von einem Album, gallig und geifernd, im richtigen Moment fast melodisch und verspielt, bevor einmal mehr alles in Schutt und Asche gelegt wird. Blood Red Throne stehen weiterhin für Death Metal der hässlichen Art. Mehr braucht es nicht zum vollkommenen, erschlagenden Glück.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 05.12.2025
Erhältlich über: Soulseller Records

Website: www.bloodredthrone.com
Facebook: www.facebook.com/BloodRedThroneOfficial

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Category: Magazin, Reviews

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