Powerwolf – Preachers Of The Night

| 22. August 2013 | 0 Comments

Powerwolf

In den vergangenen Jahren hat sich das 2004 von den Brüdern Charles und Matthew Greywolf gegründete Rudel Powerwolf sukzessive einen Namen in der Power- oder neuerdings Melodic-Metal-Szene gemacht. Mit „Preachers Of The Night“ ist ihnen nun offenbar der große Coup gelungen, denn das fünfte Studioalbum der Band landete in Deutschland binnen kürzester Zeit auf Platz 1 der Albumcharts.

Wie schon bei den Vorgängeralben „Blood Of The Saints“ (2011) und „Bible Of The Beast“ (2009) geben auch auf der neuen Scheibe der spirituellen Werwölfe eingängig melodische Klänge den Ton an. Der Opener „Amen & Attack“ ist absolut typisch für Powerwolf: Lateinische Passagen mit kirchenchormäßig angehauchten Gesängen wechseln sich mit eingängig melodischen Parts ab. Der Gesang des klassisch ausgebildeten Sängers Attila Dorn gibt dem ganzen Paket das nötige Volumen, während die Texte eine ordentliche Prise Selbstironie vermitteln, wodurch das Ganze auch eine gewisse Leichtigkeit behält. Nebenbei bemerkt, hat sich Dorn mittlerweile auch live zu einer echten Frontsau entwickelt, die nicht nur mit hervorragender Stimme, sondern auch mit allerlei Witz und Kreativität zu punkten vermag.

Die angesprochene Selbstironie zeigt sich eindeutig bei „Kreuzfeuer“, in dem es nicht, wie zu erwarten wäre, um eine große Schlacht a la Stalingrad geht, sondern tatsächlich um ein brennendes Kreuz. Epische Klänge mit teilweise schon fast übertriebenem Pathos bestimmen den Gesamteindruck von „Preachers Of The Night“, trotzdem wirken die pseudochristlichen Hymnen der Werwölfe keineswegs zu getragen oder gar religiös.

Diese unverkennbare Mischung zieht sich wie ein (blut-)roter Faden durch das ganze Album, wobei eigentlich jeder Track auf dem Silberling absolutes Ohrwurmpotenzial aufzuweisen vermag. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass für die meisten alteingesessenen Powerwolf-Fans „Preachers Of The Night“ zwar wieder ein gelungenes Album ist, aber dennoch nicht an seine Vorgänger herankommt. Wer also Freude am jüngsten Album hat, dem seien die ersten vier Langeisen der Wölfe wärmstens ans Herz gelegt. Weitere Anspieltipps: „Coleus Sanctus“, die Ballade „Last Of The Living Dead“ oder „Sacred & Wild“.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 19.07.2013
Erhältlich über: Napalm Records (Universal Music)

Website: www.powerwolf.net
Facebook: www.facebook.com/powerwolfmetal

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Category: Magazin, Reviews

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