Darkane – The Sinister Supremacy

| 27. Juni 2013 | 0 Comments

Darkane

Kaum glaubten Darkane einen neuen Sänger gefunden zu haben, war Jens Broman auch schon wieder weg. Als er erklärte, für eine Tour im September 2011 nicht zur Verfügung zu stehen, holte man sich Lawrence Mackrory (Scarve, F.K.Ü.) zurück an Bord, der 1999 das Darkane-Debüt „Rusted Angel“ einbrüllte. Mittlerweile ist der Original-Sänger wieder fix an Bord und mit ihm der Elan, fünf Jahre nach „Demonic Art“ ein neues Studioalbum auf den Markt zu werfen. Die schwedischen Melodic Death- / Thrash-Veteranen um Drum-Monster Peter Wildoer (Pestilence, Old Man’s Child, Arch Enemy) zeigen sich auf „The Sinister Supremacy“ von ihrer Schokoladenseite.

Nach einem kurzen Intro legt das Quintett mit dem mächtigen Titeltrack los und setzt die Segeln gen Festland. Mackrory ist hörbar wieder gelandet und treibt den Track in den Strophen mit seinen fiesen Shouts an, während er im hymnischen Refrain ordentlich singt. Biss hat der gute Mann immer noch, klingt stellenweise gar ein wenig nach Chester Bennington, würde dieser wieder anständige Musik machen. Das Tempo ist hoch, Wildoer verdrischt sein Drumkit gewohnt martialisch und wird von seinen Mitstreitern mit einer Mischung aus Thrash-Hektik und verspielter Melodik angefeuert. Ein vergleichsweise beseeltes, klassisches Gitarrensolo krönt diesen rasanten Auftakt.

Von nun an gibt es keinen Blick zurück, echte Schwachstellen sucht man vergebens. Stattdessen setzen Darkane in „Insurrection Is Imminent“ auf Hochgeschwindigkeits-Thrash-Energie und Zerstörung in Reinkultur, auch wenn das ellenlange Intro ein wenig ablenkt. Inmitten des Chaos schält sich ein nicht minder hektischer und doch unverschämt eingängiger Chorus heraus – das Highlight dieser Platte, die mit dem Uffta-Geballer „By Darkness Designed“ und dem manischen „Ostracized“ weitere Wellenbrecher zu bieten hat.

Gewisse Strukturen wiederholen sich, gerade das Hinarbeiten zum zumeist klar gesungenen, hymnischen Refrain. Was bei Broman auf „Demonic Art“ stellenweise nach Power Metal-Klischees klang, wirkt 2013 deutlich moderner. Anders gesagt: Lawrence Mackrory ist der richtige Sänger für Darkane, überzeugt mit seiner Bandbreite und ordentlich Rotz in den Gesangspassagen, wodurch diese nicht zu plastisch wirken. Nicht jeder Song schlägt ein („In The Absence Of Pain“ und „Collapse Of Illusions“ stehen stellvertretend für die nicht zu überhörenden Struktur-Schleifen), in seiner Gesamtheit trifft „The Sinister Supremacy“ dennoch ins Schwarze. Die Wartezeit auf eine neue Darkane-Platte hat sich abermals gelohnt. Stabilität hinterm Mikrophon sei den Schweden gegönnt.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 28.06.2013
Erhätlich über: Massacre Records (Soulfood Music)

Website: www.darkane.com
Facebook: www.facebook.com/darkane

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Category: Magazin, Reviews

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