Shrine – Aether

| 26. März 2013 | 0 Comments

Shrine

Nach einem kleinen Demotape kommt die Karriere von Shrine langsam aber sicher ins Rollen. Das Quartett aus dem schwedischen Linköping existiert seit 2010 und hat bereits die erste kleinere Krise hinter sich, als Sänger und Gitarrist Gus zwischenzeitlich für acht Monate ausstieg, letztlich aber doch wieder zurückkehrte. Ein Album soll noch in diesem Jahr erscheinen, nach einer kleinen Frühjahrstour nimmt man die Arbeiten daran wieder auf. Was man als Sludge- und Post Metal-Fan erwarten darf, zeigt die 7″ „Aether“.

„Delusional Kings“, der erste von drei Tracks, ist jener Song, der Gus zurück zu Shrine getrieben hat. Man kann seine Entscheidung durchaus nachvollziehen, denn was sich nach dem kurzen, psychedelischen Intro aus diesen gut sechs Minuten Höllenritt entwickelt, macht Laune. Vereinzelte Meshuggah-Riffs und Djent-Ansätze liefern Berührungspunkte mit der modernen Schule, die bissigen Growls sind wohl für Death Metal-Traditionalisten ausgelegt, während die ausladenden, beinahe proggigen Passagen durchaus an Mastodon erinnern. Gerade die gelegentlichen Midtempo-Passagen, die Gummitwist-Zäsuren, werten den Track deutlich auf.

Die B-Seite überzeugt zum Teil. „Birthmarks“ baut auf den Punk-Ansätzen des Quartetts auf und schnappt zweieinhalb Minuten lang wild um sich. „Misfit Opening“ kann das Niveau nicht ganz halten, wirkt gerade in den Spoken Word-Parts und den mehrstimmigen melodischen Passagen zu zerfahren. Die Ansätze sind da, man tanzt bloß auf zu vielen Hochzeiten. Dennoch: „Aether“ macht Laune und offenbart das Potential der Schweden. So recht wollen sich Shrine in keine Schublade stecken lassen und nehmen das Beste aus allen ihnen bekannten Welten mit. Stimmt auf Albumlänge das Gesamtbild, muss man sich auf einen Husarenritt gefasst machen.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 28.03.2013
Erhätlich über: Moment of Collapse Records (Broken Silence)

Website: www.shrineofficial.com
Facebook: www.facebook.com/ShrineOfficial

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Category: Magazin, Reviews

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