Greek Fire – Deus Ex Machina

| 19. August 2011 | 0 Comments

Greek Fire

Alternative Rock-Bands gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Bei originellen, eigenständigen Rockbands sieht die Sache aber schon anders aus. Vor ungefähr drei Jahren haben sich Phil „Moon“ Sneed und Ryan Phillips (beide Gitarristen bei Story Of The Year) entschlossen, die augenscheinlich stillstehenden Rockszene mit den notwendigen Antrieb zu versorgen und Greek Fire ins Leben zu rufen. Anno 2011 möchte der Vierer aus St. Louis mit dem Debütalbum „Deus Ex Machina“ dieses Vorhaben nun in die Tat umsetzen.

Der Stil der Jungs lässt sich grob als moderner, symphonischer Hardrock mit Pop-Appeal einstufen. Zugegeben, besonders originell hört sich das nicht an, aber bereits beim fetten Opener „Doesn’t Matter Anyway“ wird klar, dass man es mit keiner x-beliebigen Band zu tun hat. Der Track marschiert mit stampfendem Drumming und einer sich in den Kopf fräsenden Keyboard-Melodie auf den Hörer los. Wenn dann auch noch Sneeds Gesang einsetzt, werden sofort Erinnerungen an die glorreichen 80er wach – im positiven Sinne, versteht sich.

Mit „Make Me Believe“ schaut man kurz im Piano-Rock-Lager vorbei. Hier präsentieren sich die Herren zwar nicht von der originellsten Seite, aber die Nummer geht sofort ins Ohr und weiß mit 30 Seconds To Mars-artigen Chor-Einlagen zu überzeugen. Wie schon beim Opener lassen die vier aber auch öfter die Post abgehen. Mitreißende, aggressive Vocals, fette Gitarren und hämmernde Drums („Put Your Hands On Me“, „Down In Mexico“) stehen dem Vierer mindestens genauso gut wie melodischer, pathosbeladener Stadion-Rock der Marke Journey oder U2 („Dreaming In Deja Vu“, „Under The Stars (Deus Ex Machina)“).

Positiv fällt auf, dass bei „Under The Stars (Deus Ex Machina)“ auch der Bassist endlich einmal ins verdiente Rampenlicht gerückt wird. Mark Joseph Roth glänzt vor allem nach dem Angels And Airwaves-artigen Intro mit stimmigen Basslinien. Der Schluss gipfelt in einen der vielen musikalischen Vulkanausbrüche der Platte. In jenen Passagen entfalten sich die Stärken des Quartetts voll und ganz. „Just The Beginning“ geht in eine ähnliche Schiene und wartet mit einer fast schon naiven Portion Optimismus auf. Stichwort: Solo. Phillips treibt dem Hörer mit seinen durch Mark und Bein gehenden Gitarrenlicks die Freudentränen in die Augen und könnte das Album damit nicht besser abschließen.

Greek Fire bringen es auf „Deus Ex Machina“ fertig die Magie der 80er ins neue Jahrtausend zu befördern, in ein zeitgemäßes Soundgewand zu verpacken und vollkommen frisch und unverbraucht zu klingen. Einziger Kritikpunkt: Die Platte ist mit insgesamt acht Songs leider etwas kurz geraten. Zwei Songs mehr hätten da sicherlich nicht weh getan. Aber da sollte in Zukunft sicher noch einiges auf uns zukommen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 16.08.2011
Erhältlich über: Eigenvertrieb (US-Import)

Website: www.greekfiremusic.com
Facebook: www.facebook.com/GreekFireMusic

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Category: Magazin, Reviews

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