Fates Messenger – Eternal War

| 17. August 2025 | 0 Comments
Fates Messenger

(c) Scott Chalmers

Above All. Romeo Must Die. Stampin Ground. Drei Namen, die Hardcore- und Metalcore-Fans der etwas älteren Schule mit der Zunge schnalzen lassen. Ehemalige Mitglieder machen seit Ende 2023 als Fates Messenger gemeinsam Musik. Das britische Quartett klingt exakt so, wie es sein Background vermuten lässt, und ließ exakt das auf den bisherigen Singles durchscheinen. „Eternal War“ ist ihre erste komplette EP und setzt sich intensiv mit der menschlichen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale auseinander.

Und das geschieht furios: „Hellstorm“ eröffnet den Reigen mit bellender Urgewalt und metallischem Hardcore, der mit unnachgiebiger Kompromisslosigkeit nach vorne geht, von Tony Maddocks regelrecht zerbellt wird und zwischendurch ein paar annähernd klare Shouts sowie bedrohliche Melodie-Ansätze mitbekommt. „Eternal War“ mit Tim Williams von Disorder setzt sogar noch einen drauf, schraubt die Schlagzahl in die Höhe, nur um am Höhepunkt eine mächtige, alles zerstörende Hook aus dem Ärmel zu schütteln. Mit dem Yin und Yang der Core-Extreme erreichen die Briten höchste Höhen, nur um in „Doomloop“ mit Groove zu experimentieren, den Chorus nahezu spirituell zu gestalten und selbst inmitten hymnischer Ausritte stets zur Brechstange zu finden.

Die liegt auch in „Master Killer“ griffbereit und wird mit wachsender Begeisterung, mit obligatorischem Nachdruck eingesetzt. Wütender, stampfender Hardcore, kantige metallische Riffs und ein wütender, fast heiserer Frontmann führen in einen instrumentalen Mittelteil mit einer Art Gitarrensolo, tief im Arrangement eingebettet. Davon will „Bleed Again“ erst einmal nichts wissen, nur um inmitten des Chaos die Arme auszubreiten und den nächsten Hauch einer majestätischen Melodie zuzulassen. Das Licht macht schließlich das überlange „Bonechapel“ aus, deutlich höheres Tempo und sogar etwas Thrash inklusive. Al Llewellyn von Dyscarnate mischt in diesem wechselhaften Fünfminüter mit, der mit seinem überdimensionalen Breakdown und dem zarten finalen Hoffnungsschimmer alles richtig macht.

Rein stilistisch ist nichts hieran auch nur annähernd überraschend, dafür verdammt gut. Fates Messenger spielen jahrzehntelange Hardcore- und Metalcore-Erfahrung hörbar aus und liefern eine Abrissbirne nach der anderen. Was die sechs Tracks auf „Eternal War“ so spannend macht, ist die schier unfassbare Intensität in jeder Note. Ob im bleiernen Breakdown mit Groove galore, dem feisten Uptempo-Ausritt, den feinsten Melodie-Ansätzen oder der hymnischen Verzweiflung, die mit dem Silberstreif am Horizont ringt: Das britische Quartett schüttelt einen Dampfhammer nach dem nächsten aus dem Ärmel, erinnert an die Metalcore-Anfänge und wirkt doch im Zeitgeist angekommen – eine von vorne bis hinten verdammt starke Angelegenheit.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 22.08.2025
Erhältlich über: Greyline Records

Website: fatesmessenger.com
Facebook: www.facebook.com/fatesmessenger666

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Category: Magazin, Reviews

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