Los Angeles - Neverland

Michele Luppi liebt melodische Rockmusik. Als Sänger der italienischen Prog-Metal-Band Vision Divine konnte er davon allerdings wenig zeigen. Los Angeles ist quasi die eigene AOR-Spielwiese mit der Unterstützung diverser Szenegrößen (unter anderem George Lynch, der für "Nowhere To Run" seine Axt ausgegraben hat). Das Debütalbum "Neverland" darf getrost als solide bezeichnet werden.

Über ein etwas eigenwilliges Intro startet "Neverland" durchaus solide, sehr eingängig, etappenweise sogar hymnisch arrangiert. Luppis kraftvolle Vocals erinnern etappenweise an Eric Martin (Mr. Big) mit einem charmanten, kaum merklichen italienischen Akzent. Auch instrumental ist einiges geboten, speziell die flirrenden Soli und saubere Chöre. In "Nowhere To Run", "City Of Angels" und dem mächtigen Rausschmeißer "Paradise" gibt es mehr von dieser Kost, mal balladesker, mal etwas heftiger.

Was Luppi und Los Angeles auf "Neverland" allerdings fehlt, ist ein echter Hit. Das Niveau ist konstant gut, Ausreißer nach oben gibt es nicht. Auch nicht das Richard Marx-Cover "Nothing To Hide", das als Tribut gedacht sein mag und sich problemlos in das Gesamtbild dieser Platte einreiht. Los Angeles klingen wie alte Hasen – routiniert, abgeklärt, mit einem gelegentlichen Funkeln im Auge.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 04.12.2009
Erhältlich über: Frontiers Records (Soulfood Music)

Website: www.micheleluppi.com
Myspace: www.myspace.com/micheleluppi
 
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