Valkyrja - Contamination

Die Unterschrift der Schweden Valkyrja bei Metal Blade im letzten Jahr dürfte vor allem Dark Funeral-Fans begeistert haben. Ihr neu aufgelegtes, zuvor 2007 bei einem Minilabel erschienenes Debüt "The Invocation Of Demise" war allerdings ein reiner Abklatsch der großen Kollegen. Dass gut Ding Weile braucht, beweist das neue Album "Contamination" – anders lässt sich die Leistungsexplosion wohl kaum erklären.

Natürlich klingen Valkyrja immer noch stark nach Dark Funeral. "Oceans To Dust" als wuchtiger Opener hätte sich auch problemlos auf deren aktuellem Album "Angelus Exuro Pro Eternus" unterbringen lassen. A.L.s wütendes Organ reitet über dem sehr schwedischen Black Metal-Arrangement, das mit einer gewissen Gefühlskälte und einem Hauch verschneiter Nadelwälder dezent zu den geographischen Nachbarn Immortal schielt.

Von hier aus geht es über das magische "Ambience Of The Dead" mit leichtem Borgir-Touch und den Naglfar-Dreschflegel "Welcome Worms" steil bergauf bis hin zum doppelköpfigen großen Finale. "A Cursed Seed In The World" und "The Adversarial Incentive Within All" kommen gemeinsam auf 15 Minuten Spielzeit, die nur gelegentlich Luft zum Atmen lässt – dann sogar mit ganz entfernten Anleihen an Wolves In The Throne Room und (V.E.G.A.). Rundherum wüstes Geballer um Marduk und Konsorten – in punkto Intensität nur schwer zu übertreffen.

Was Valkyrja immer noch fehlt, ist der eigene Sound. Macht aber nichts, denn "Contamination" weiß auch mit dauerpräsentem Aha-Referenz-Klingeln im Hinterstübchen zu überzeugen dank feinstem Riffing, wütenden Drums und dem Mörderorgan A.L.s, der ohne Frage einer der besten modernen Black Metal-Brüllwürfel der Gegenwart ist. Aaaaaarrrrggghhh!

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.01.2010
Erhältlich über: Metal Blade (Sony Music)

Myspace: www.myspace.com/valkyrjaswe
dawak
Freitag, 08. Jänner 2010FacebookStumbleUpondeliciousMister WongGwiri

Kommentare

eintragen

    Keine Kommentare vorhanden.