
Warum lang über die Legende Slayer philosophieren? Warum sich wehmütig in der Vergangenheit wähnen, warum die Klassiker abfeiern, wenn die Gegenwart doch so rosig ist? Ausnahmsweise wurde gemeinsam im Studio an neuem Material unter der Ägide von Greg Fidelman ("Death Magnetic") geschraubt. Das Ergebnis hört auf den Namen "World Painted Blood" und knüpft problemlos an die goldene Ära von "Reign In Blood" bis "Seasons In The Abyss" an.
Über den apokalyptischen Titeltrack stürzen sich Slayer Hals über Kopf in 40 Minuten maximale Vernichtung. Wo fängt man an? Beim furztrockenen, dennoch überaus lebendigen Drumsound? Bei den gewohnt kaputten Soli und Saitenhexereien? Oder doch bei einem wutentbrannt schnaubenden Tom Araya, dem man seine 48 Jahre nicht anhört? Mindfuck ftw.
Diese sechs Minuten sind allerdings nur der Anfang einer wahnwitzigen Abfahrt. "Snuff" explodiert von der ersten Sekunde an. Kerry King und Jeff Hanneman dürfen sich austoben, liefern sich erbitterte Axt-Duelle. "Hate Worldwide" steht für die Hardcore-Schlagseite Slayers, während Lombardo bei "Public Display Of Dismemberment" mindestens drei weitere Arme wachsen. Dazu kommt "Psychopathy Red", bereits bestens bekannt und herrlich angepunkt mit einem Hang zum Chaos.
Auch die manischen Midtempo-Groover dürfen nicht fehlen. "Human Strain" brennt sich in die Gehirnwindungen ein. Parallelen zu "Eyes Of The Insane" und "Jihad" kommen nicht von ungefähr. "Beauty Through Order" zeigt sich dynamisch, lässt die Gitarren schreien und den Solopart abheben. Und dann ist da noch "Americon", ein fieser Todesmarsch mit einer Prise Millennium-Slayer, sprich sehr modern und gleichzeitig verdammt bissig. "It's all about the motherfucking oil, regardless of the flag upon its soil" – arschlings ins Gesicht.
Warum lange über "World Painted Blood" philosophieren? Warum komplizierte und überstrapazierte Vergleiche mit der Vergangenheit der Thrash-Urgesteine ziehen, wenn man schlicht und ergreifend das beste Slayer-Album seit beinahe zwei Jahrzehnten abfeiern darf? "World Painted Blood" hat das Zeug zum Klassiker, ist gespickt mit Hits und Nackenbrechern, durch eine staubtrockene und rohe Produktion optimal in Szene gesetzt. Der Kreis schließt sich.
Wertung: 9/10
Erhältlich ab: 30.10.2009
Erhältlich über: American Recordings (Sony Music)
Website: www.slayer.net/at
Myspace: www.myspace.com/slayer
Über den apokalyptischen Titeltrack stürzen sich Slayer Hals über Kopf in 40 Minuten maximale Vernichtung. Wo fängt man an? Beim furztrockenen, dennoch überaus lebendigen Drumsound? Bei den gewohnt kaputten Soli und Saitenhexereien? Oder doch bei einem wutentbrannt schnaubenden Tom Araya, dem man seine 48 Jahre nicht anhört? Mindfuck ftw.
Diese sechs Minuten sind allerdings nur der Anfang einer wahnwitzigen Abfahrt. "Snuff" explodiert von der ersten Sekunde an. Kerry King und Jeff Hanneman dürfen sich austoben, liefern sich erbitterte Axt-Duelle. "Hate Worldwide" steht für die Hardcore-Schlagseite Slayers, während Lombardo bei "Public Display Of Dismemberment" mindestens drei weitere Arme wachsen. Dazu kommt "Psychopathy Red", bereits bestens bekannt und herrlich angepunkt mit einem Hang zum Chaos.
Auch die manischen Midtempo-Groover dürfen nicht fehlen. "Human Strain" brennt sich in die Gehirnwindungen ein. Parallelen zu "Eyes Of The Insane" und "Jihad" kommen nicht von ungefähr. "Beauty Through Order" zeigt sich dynamisch, lässt die Gitarren schreien und den Solopart abheben. Und dann ist da noch "Americon", ein fieser Todesmarsch mit einer Prise Millennium-Slayer, sprich sehr modern und gleichzeitig verdammt bissig. "It's all about the motherfucking oil, regardless of the flag upon its soil" – arschlings ins Gesicht.
Warum lange über "World Painted Blood" philosophieren? Warum komplizierte und überstrapazierte Vergleiche mit der Vergangenheit der Thrash-Urgesteine ziehen, wenn man schlicht und ergreifend das beste Slayer-Album seit beinahe zwei Jahrzehnten abfeiern darf? "World Painted Blood" hat das Zeug zum Klassiker, ist gespickt mit Hits und Nackenbrechern, durch eine staubtrockene und rohe Produktion optimal in Szene gesetzt. Der Kreis schließt sich.
Wertung: 9/10
Erhältlich ab: 30.10.2009
Erhältlich über: American Recordings (Sony Music)
Website: www.slayer.net/at
Myspace: www.myspace.com/slayer
das album ist sehr geil22.11.2009 10:10
traum !18.11.2009 15:21

