
Bei Lost Dreams hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Bassist Manuel Raaß und Sänger Erwin Wibmer sind raus, Dominik Hormann am Tiefsaiter und Neu-Growler Stefan "Schleifi" Traunig geben der Tiroler Melodic Death-Institution neue Energie. Für "Wage Of Disgrace" bedeutet das einen gepflegten Arschtritt in die Moderne und das bislang beste Album des Quintetts.
Aufgenommen in den Rape of Harmonies-Studios, wirkt der Sound angenehm entschlackt und auf Zeitgeist getrimmt – mächtig peitschende Drums, scharfe Riffwände und aggressive Vocals lassen die Nackenmuskulatur Überstunden schieben. Überhaupt erweisen sich die Neuzugänge als Glücksgriffe. Der mit einem Video ausgestattete Opener "Fear Me" brettert entsprechend los, bietet Traunigs fiesem Organ den nötigen Raum. Zwischen Growls und Gekeife passt hier also, natürlich mit entsprechender Solier-Arbeit abgerundet.
Eine faustdicke Überraschung hingegen ist "Aimless", das auf ein lupenreines Thrash-Riff setzt und damit einem der Papierform nach stagnierenden Genre frisches Blut injiziert. Sieht man vom etwas schwächelenden Mittelteil um "Lies" und "Silent Death" – solides Füllmaterial – ab, gibt es auch nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil: Das hymnische "Death Machines" geht unter die Haut, während der Titeltrack "Wage Of Disgrace" vor allem junge Gitarristen beglücken dürft – Riffs und Soli vom Feinsten.
Lost Dreams sind also endgültig angekommen. Mittlerweile setzen die Tiroler selbst Zeichen, haben sich voll und ganz der Moderne verschrieben und sind bereit für den Sprung auf ein höheres Level. "Wage Of Disgrace" bietet melodischen Todesstahl im besten Sinn, gelegentlich auch mit einem dezenten Hieb auf die teutonischen Kollegen. Ein stabiles Lineup wäre natürlich von Vorteil...
Wertung: 8/10
Erhältlich ab: 18.12.2009
Erhältlich über: Twilight Zone Records (Twilight-Vertrieb)
Website: www.lost-dreams.com
Myspace: www.myspace.com/bandlostdreams
Aufgenommen in den Rape of Harmonies-Studios, wirkt der Sound angenehm entschlackt und auf Zeitgeist getrimmt – mächtig peitschende Drums, scharfe Riffwände und aggressive Vocals lassen die Nackenmuskulatur Überstunden schieben. Überhaupt erweisen sich die Neuzugänge als Glücksgriffe. Der mit einem Video ausgestattete Opener "Fear Me" brettert entsprechend los, bietet Traunigs fiesem Organ den nötigen Raum. Zwischen Growls und Gekeife passt hier also, natürlich mit entsprechender Solier-Arbeit abgerundet.
Eine faustdicke Überraschung hingegen ist "Aimless", das auf ein lupenreines Thrash-Riff setzt und damit einem der Papierform nach stagnierenden Genre frisches Blut injiziert. Sieht man vom etwas schwächelenden Mittelteil um "Lies" und "Silent Death" – solides Füllmaterial – ab, gibt es auch nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil: Das hymnische "Death Machines" geht unter die Haut, während der Titeltrack "Wage Of Disgrace" vor allem junge Gitarristen beglücken dürft – Riffs und Soli vom Feinsten.
Lost Dreams sind also endgültig angekommen. Mittlerweile setzen die Tiroler selbst Zeichen, haben sich voll und ganz der Moderne verschrieben und sind bereit für den Sprung auf ein höheres Level. "Wage Of Disgrace" bietet melodischen Todesstahl im besten Sinn, gelegentlich auch mit einem dezenten Hieb auf die teutonischen Kollegen. Ein stabiles Lineup wäre natürlich von Vorteil...
Wertung: 8/10
Erhältlich ab: 18.12.2009
Erhältlich über: Twilight Zone Records (Twilight-Vertrieb)
Website: www.lost-dreams.com
Myspace: www.myspace.com/bandlostdreams


