Devil To Pay – Forever, Never Or Whenever

| 5. November 2019 | 0 Comments
Devil To Pay

(c) Ripple Music

Seit mittlerweile 17 Jahren tanken sich Devil To Pay im DIY-Stil vornehmlich durch die USA und lassen dabei ihren famosen Sound – eine Mischung aus Hard Rock, Stoner-Riffs und wuchtigem Doom – vom Stapel. Irgendwo zwischen Rock und Metal fühlt man sich im besten Sinne an Black Label Society, The Skull und Trouble erinnert. Mit dem sechsten Studioalbum „Forever, Never Or Whenever“ lässt das Quartett aus Indianapolis die nächste packende Song-Sammlung vom Stapel.

Die rockenden Stoner-Doom-Veteranen lassen sich natürlich nicht lumpen und servieren gewohnte Kost mit dicken Gitarren und ordentlich Wumms. Bereits der Opener „Heave Ho“ zeigt vor, wie das zu klingen hat. Gelegentliche Biker-Vibes schaffen einen sympathischen Gegenpol, zwischendurch werden mehrstimmige Riffs ausprobiert. Der kernige, frontale Gesang wirkt im besten Sinne fies und dennoch eingängig – man weiß mittlerweile, was man vom US-Quartett bekommt. Zu diesem Mix gehören natürlich auch die düsteren, doomigen Episoden. „The Devil’s Barking Up Your Tree“ probt die Entschleunigung, nimmt das Tempo heraus und gibt sich stattdessen vollkommener Heavyness hin. Das macht unheimlich Laune.

Eine gewisse Geradlinigkeit trägt die Tracks in stets nachvollziehbare Gefilde. Diese drückende Verlässlichkeit lässt sofort mitwippen und röhren. Wie „Light Sentence“ nach und nach in süffigen Vibes versinkt, kommt gut, ähnlich wie die eingestreute Aggression von „Get On Down“. Während das Arrangement eher gemächlich ausfällt, flippt der Gesang aus. Zum Ende hin wird es richtig schön heavy. Apropos Ende: Der Rausschmeißer „Anti-Gravity Depravity“ spielt schließlich mit den Limits des Genres. Ein wenig Überlänge, dezent proggige Ansätze und die schreiende, verspielte Lead-Gitarre sehen mal eben nach, was machbar ist – verdammt viel, verdammt viel Gutes.

Was Devil To Pay auf ihrem sechsten Studioalbum abliefern, gewinnt vielleicht keinen Originalitätspreis, aber das soll auch kein Problem sein. Kompakte Präsentation, ehrliche Darbietung und sympathische Heavyness nebst packenden Riffs unterstreichen das vertraute, dennoch einzigartige Ethos der Band. „Forever, Never Or Whenever“ rockt, drückt, spuckt und verführt in lockerer Abfolge – ein weiteres Top-Beispiel für die Ausnahmeklasse dieser viel zu oft unterschätzten und übersehenen Stoner-Doom-Institution.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 08.11.2019
Erhältlich über: Ripple Music (H’ART)

Website: deviltopay.net
Facebook: www.facebook.com/deviltopay

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Category: Magazin, Reviews

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