Greenleaf – Hear The Rivers

| 2. Januar 2019 | 0 Comments
Greenleaf

(c) Napalm Records

1999 rief Tommi Holappa von Dozer das Nebenprojekt Greenleaf ins Leben, eine kleine Band mit wechselnden Mitgliedern und Holappa als einzigem Fixstern. Seit der ersten EP nahmen 16 verschiedene Musiker unter diesem Banner auf, begleitet von ausgiebigen Tour-Aktivitäten und mehreren Labelwechseln. Auf „Hear The Rivers“ ist mit Arvid Hällagård der mittlerweile fünfte Sänger zu hören.

Dass es trotz der vielen Lineup-Änderungen keinen einzigen qualitativen Durchhänger gab, spricht für Holappa und Greenleaf. Bereits das eröffnende „Let It Out!“ nimmt keine Gefangenen und stellt die Zeichen auf Sturm. Nicht zum letzten Mal hört man ein wenig Queens Of The Stone Age durch, gerade in Groove und Swagger. Dabei ist Hällagård alles andere als ein Homme-Impersonator, bloß stimmen die Zutaten. Heavy- und Blues-Elemente peitschen den Track nach vorne, feinsinnige Gitarrenarbeit und manische Riffs tragen ihr Übriges dazu bei.

Bleierne Schwere und verschwitzte Rocker mehren sich mit fortlaufender Spieldauer. Ein „In The Caverns Below“ schielt ein wenig gen Doom, büßt dabei aber keinerlei Unterhaltungswert ein. Der Track erdrückt förmlich, wird stetig größer und mächtiger. „A Point Of A Secret“ und „High Fever“ erfüllen die Sprinter-Quote, lassen die Muskeln spielen und bauen sogar einen Hauch von Punk ein, während sich „Good Ol‘ Goat“ prima mitsingen lässt. Natürlich wird auch genug für Fans der Überlänge geboten. Gerade der Rausschmeißer „The Rivers Lullaby“ vermischt süßliche Riffs, wüste Uptempo-Attacken und beinahe spirituellen Groove nahezu perfekt miteinander.

Greenleaf setzen ihre Serie an bärenstarken Alben souverän fort – gewohnt souverän, ist man versucht zu sagen. Es scheint mittlerweile relativ egal zu sein, wen sich Holappa ins Studio und auf Tour einlädt, die Qualität stimmt. Auch „Hear The Rivers“ bewegt sich in vertrauten Stoner-Rock-Gefilden, wirkt insgesamt eine Spur klassischer und bluesiger, ohne auch nur einen Hauch von seinen angenehm wilden Riffs einzubüßen. Bleibt unterm Strich eine weitere hervorragende, kurzweilige Platte bester skandinavischer Wertarbeit.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 09.11.2018
Erhältlich über: Napalm Records (Universal Music)

Facebook: www.facebook.com/greenleafrocks

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Category: Magazin, Reviews

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