AIRBOURNE „Black Dog Barking“ Tour im Posthof Linz – Livebericht

| 14. November 2013 | 0 Comments

Bier, Schweiß und jede Menge Rock’n’Roll bot der Abend des 7. November 2013 im Linzer Posthof. Mit der Band AIRBOURNE konnte die traditionsreiche Kultur-Location immerhin den Jahresbedarf der Sparte Rock/Metal abdecken. Die Tickets waren schnell vergriffen und so strömten die Fanmassen in den großen Saal, um das hochkarätige Tourpackage der „Black Dog Barking Tour“ zu sehen.

Pünktlich um 20 Uhr standen auch schon CORRODED bereit, um dem Abend einen gelungenen Startschuss zu verpassen. Mit ihrem aggressiven Heavy Rock vermochten die fünf Schweden zwar eingefleischte Fans zu begeistern, für Bewegung im Publikum reichte das aber noch lange nicht. Und doch befanden sich unter den sechs dargebrachten Songs einige Hits wie das vom „Battlefield 3“ Soundtrack bekannte „Age Of Rage“ oder „I Am The God“. In den 30 Minuten versprühten sie jede Menge Coolness von der Bühne runter. Kaum aufgewärmt, mussten sie auch schon das Feld für den nächsten Act räumen.

Schon etwas anders ging es dann bei den BLACK SPIDERS ab. Kräftige und humorvolle Zwischenansagen gepaart mit einem Mix aus Stoner und Rock’n’Roll ließen den Funken endlich auch auf das Publikum überspringen. Highlight der Performance war zweifellos Schlagzeuger Tiger Si Atkinson, der neben wuchtigem Drumming noch Zeit hatte, eine Dose nach der anderen zu kippen und schräge Fratzen zu ziehen. Dass die Briten aus Sheffield eine Nummer größer sind als ihre Vorgänger und deutlich mehr Bühnenerfahrung besitzen, konnten sie schon im Vorprogramm vom großen Ozzy Osbourne, Volbeat oder Danko Jones beweisen. Wie es für eine Supportband üblich ist, hielten Sänger Pete „Spider“ Spiby und seine Mannen die Fans in den 40 Minuten bei guter Laune, denn alles wartete schon auf den großen Headliner.

Der Bierkonsum schnellte drastisch in die Höhe, die Temperatur im Saal tat das Selbige. Volle Bierbecher flogen durch die Reihen und wahrscheinlich hätte man besser Handtücher austeilen sollen. Nach einer etwas längeren Umbauphase wurde endlich der Vorhang gelüftet und eine breite Wand aus Marshall-Boxen zierte das Bühnenbild. Die Stimmung war perfekt für 90 Minuten AIRBOURNE. Nach den ersten Klängen von „Ready To Rock“ von ihrem aktuellen Album „Black Dog Barking“ gab es kein Stillstehen mehr. Mit ihren nur drei Studioalben konnten die Australier auf Hits mit Wiedererkennungswert wie „Runnin‘ Wild“ oder „Raise The Flag“ von ihrem Debütalbum zurückgreifen und bewiesen wieder einmal, dass mehr hinter ihnen steckt als billiger AC/DC-Abklatsch. Sänger und Gitarrist Joel O’Keefe ließ sich auf Schultern quer durch die Menge tragen und spielte dabei das Drei-Minuten-Solo von „Girls In Black“. Ein sicher männlich dominiertes Grölen ging durch die Reihen, als sich O’Keefe mitunter zwei Bierdosen auf seiner Stirn aufschlug. Insgesamt bot die Setlist der Kultrocker ein ausgeglichenes Programm aus Songs der aktuellen Platte „Black Dog Barking“ und natürlich den „altbekannten“ Hitsingles. Mit Vollgas begonnen und mit einer ausgedehnten Zugabe von drei Songs beendet, verabschiedeten sich die Party Rocker Airbourne mit „We will we back as long as we are alive!“. Nach einer gelungenen Metal-Orgie ziehen die Fans fast enttäuscht von dannen, denn jetzt wird womöglich wieder einige Zeit verstreichen, bis in diesen Hallen die nächste Metalshow geboten wird.

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Bericht: Daniel Westermayer
Fotos: Nattawan Worachat

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Category: Event, Konzert, Live-Reports

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