SEEROCK 2013 – Der Festivalbericht

| 9. Juli 2013 | 0 Comments

(c) seerock

Reine Nervensache am Schwarzlsee

Es war wohl eines der kontrovers diskutierten Festivals des Jahres 2013. Noch Wochen danach finden sich kritische Kommentare in sozialen Netzwerken der Veranstalter. Kein Wunder, sind die Organisatoren doch auf Andreas Gabalier, Helene Fischer und Co spezialisiert. Mit Event-Profi Skalar Music (Nova Rock, Frequency uvm.) im Rücken will Leutgeb nun für die Rock- und Metal Gemeinde ein neues Zentrum schaffen und holt gleich mal die Legenden Iron Maiden nach Graz.

So weit, so gut! Nach längerer Wartezeit streifen sich verdutzte Gesichter am Eingang das billige-Plastikband über. Weiter geht es mit Vorfreude aufs Festivalgelände. Doch wo darf nun der Festivalbesucher oder „Pressefuzzi“ hin und wo nicht – Fragen, die den Securities selbst Rätsel aufgeben. Naja, bei sommerlichen 40 Grad sollte zumindest ein kühlendes Hopfengetränk die Stimmung erheitern. Der nächste Schreck: 5 € für 0,5 l Bier, geschmalzene Essenspreise und als Draufgabe überfordertes, leicht aggressives Schankpersonal…

Doch Bands wie Iron Maiden, Slayer oder Motörhead lassen vorerst die Missstände vergessen. Möge man meinen, wenn letztere nicht auch noch aus dem Lineup gestrichen und als „ebenbürtiger“ Ersatz Alkbottle angekündigt worden wären. Wieviel der Festivalveteran dennoch aushält, erfahrt ihr in diesem Bericht:

MARROK – Abkühlen und weiter geht’s!

Eine Woche zuvor standen sie noch als Headliner auf der Brandwagenstage des Nova Rock Festivals. Auf dem Seerock 2013 müssen sich die Oberösterreicher MARROK „nur“ mit einem frühen Slot um 14:45 Uhr begnügen und kämpfen genau wie ihre Nachfolger GHOST mit der brutalen Nachmittagshitze. Noch vor dem Auftritt haben wir die Jungs am Badesee beim schnellen Abkühlen erwischt.

ROHSTOFF – Ein Glücksfall

Iron Maiden gehen nicht mehr aus dem Kopf, was für eine Show am Vortag! Das Gemüt wirkt schwer am zweiten Tag des Seerock Festivals. Es hat noch immer 40 Grad, der Asphalt vor der Bühne kocht Nur wenige finden sich um 13:30 Uhr ein, um die Grazer Band ROHSTOFF anzufeuern. Dieser Crossover Band ist wohl das passiert, worum sie jetzt viele andere Bands der lokalen Szene beneiden: Ein einfaches Mail und sie stehen plötzlich auf der großen Bühne am Schwarzlsee und bestreiten ihren mit Abstand größten Gig ihrer zehnjährigen Bandkarriere.

Auch wenn das Fazit rund um das Seerock 2013 dürftiger als erwartet ausfällt, so laufen ab Herbst bereits die Vorbereitungen für 2014 und man darf auf viele angekündigte – und hoffentliche auch umgesetzte – Verbesserungen hoffen.

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Category: Festival, Interviews, Live-Reports

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